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Das soziale Netzwerk – blockt es unsere Blogs

15/11/2011 um 01:19 Uhr | Blog, Google, Internet | Thomas

Soziale Netzwerke blocken unsere ZeitDurch Google Plus, Facebook oder Twitter sehen wir uns immer wieder gezwungen in den sozialen Netzwerken unterwegs zu sein. Wer nicht auf den Zug der großen Netzwerke springt verpasst den Trend der Zeit und das können wir uns alle nicht erlauben, denn sie sind immer noch Traffic-Lieferanten. Ich habe meinen Facebook Account wie ihr wisst gelöscht und dennoch bricht der Traffic nicht ein. Also stellt sich für mich nicht nur eine Frage, die es zu beantworten gilt.

Wie viel Zeit verbringen wir in den sozialen Netzwerken?
Die Zeit spielt eine starke Rolle, denn wir alle haben es noch nicht geschafft alleine vom Bloggen zu leben. Dieses Ziel haben sicher alle ambitionierten Blogger am Anfang und malen es sich aus wie sie schnell genug Geld einnehmen. Rechnen wir jetzt einmal die Zeit auf, die wir in den sozialen Netzwerken verbringen und was wir dort machen, dann sehen wir auf einmal, dass der Tag zu schnell vorbei ist. Wir lesen und versuchen aktuelle News zu bekommen. Reagieren sofort und lesen immer wieder was es für Reaktionen jetzt schon gibt. Schreiben nebenbei und erhoffen uns so einen Artikel der auch Traffic bringt. Denn Traffic ist meist gleichzusetzen mit Einnahmen auf lange Sicht. Rechnen wir jetzt mal die Stunden auf und wie viel wir dafür einnehmen merken wir mit erschrecken, das der Stundenlohn sehr gering ist. Ich behaupte einfach mal, dass wir ein Minimum von 3 Stunden unseres Tages in den sozialen Netzwerken herum surfen und in dieser Zeit nichts einnehmen.

Wie oft kommentieren wir dort?
Einen großen Teil unserer Zeit verbringen wir sogar mit Kommentaren auf neue Beiträge direkt in den Portalen. Rio hat hierüber schon einen tollen Artikel geschrieben, der für sich spricht und auch die dahinter stehende Frage sehr schnell deutlich macht. Ist Google Plus ein Kommentar Killer? Einerseits ja wie wir lesen können, doch ist es das was wir wollen? Reaktionen die uns sofort erreichen und das nicht mal in unserem Blog, sondern dort wo alle sind. Ich kommentiere dort auch und habe mich gefragt warum? Einfach weil es mich genau in diesem Moment anspricht und ich nicht auf eine andere Seite gehen muss. Der Gedanke nimmt jetzt einen freien Lauf an und das muss ich allen mitteilen. Das Kommentieren in den Portalen ist so stark, das jeder Blog sich darum reißen sollte solche Mengen auf seine Artikel zu ziehen. Alles was wir bekommen sind neue Fans oder User die uns in ihren Kreis aufnehmen. Was wir nicht bekommen sind Artikel, die wir in der Zeit hätten schreiben können.

Lassen uns die die Netzwerke unsere Blogs sterben?
Jetzt stellt sich die Hauptfrage, ob die Netzwerke unsere Blogs sterben lassen, denn wann sollten die User denn noch auf die Blogs gehen um zu Lesen, Kommentieren oder einfach selber Artikel zu schreiben. Wir bloggen ja fast schon in den Portalen direkt und es verlieren sich unsere Gedanken recht schnell. Nehmen wir eine Diskussion auf und versuchen sie in einen Artikel zu packen ist er schon Out of Time. Keiner will es mehr lesen, da es ja schon in den Time Lines und Streams gestanden hat. Es bleiben die Kommentare aus und alle Reaktionen verschwinden im Nichts. Auch wenn ich Twitter oder Google Plus auch nutze, sollten wir aufpassen das es nicht zur Sucht wird und wir das vergessen was wir als Blogger eigentlich wollen. Artikel schreiben Leser ansprechen und Kommentare bekommen. Zeit in den sozialen Netzwerken verbringen „Ja“ aber in einem ausgewogenen Mass.

Für mich als Fazit zu sagen:
Die sozialen Netzwerke lassen unsere Blogs immer mehr sterben, aber nur in den Kommentar Bereichen. Für den Rest sind wir zuständig, denn jeder der schon einige Zeit online ist wird sich dadurch nicht beirren lassen und weiter schreiben. Wir müssen nur aufpassen, dass auch die neuen Blogger ihren Lohn bekommen, damit sie nicht gleich wieder aufgeben. Nutzen wir die Netzwerke als Blog Wecker und nicht als Sozial Sensenmann. Teilt eure Gedanken, Artikel und nutzt es auf euch aufmerksam zu machen. Zeigt euch, springt mit ein, helft und lasst euch auf Diskussionen ein. Verliert aber nicht die Zeit, die ihr eigentlich nutzen wolltet um bei den Blogger Kollegen vorbei zu schauen. Kommentiert einmalig und dann lieber ausführlich auf den Blogs. Stellt euren Lesern nicht alle Fragen überall, sondern konzentriert euch voll und ganz auf den Blog. Nutzt die Netzwerke wofür sie eigentlich gedacht sind, nämlich um euch und euren Blog bekannt zu machen.

Soziale Netzwerke leben von uns und wir lassen es doch nicht zu das unsere Blogs durch uns selber sterben oder? Wie viel Zeit verbringt ihr dort und habt ihr dann noch Zeit für euch und eure Blogs?  Kommentiert ihr mehr in den Portalen oder auf Blogs?

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13 Kommentare bei “Das soziale Netzwerk – blockt es unsere Blogs

  • Hmm, ich sehe soziale Netzwerke weniger als Trafficlieferant, das ist allerdings schon wegen meiner Blogthemen ganz normal. Dafür sehe ich seit Google+ jedoch einen ganz anderen Trend: Dinge, die ich früher evtl. ins Blog gekippt hätte, packe ich nun auch mal kurz und knackig zu Google+. Das ist dann zwar wirklich eher negativ fürs Blog, aber nur was die Masse betrifft. Aber wie gesagt, thematisch passt das bei mir, denn mein Blog hat sich im Laufe der Zeit doch recht heftig gewandelt, hat den gesamten „sozialen“, sprich privaten Teil abgegeben. Ich finde das gut so.

    Will man nicht, das Kommentare dezentralisiert werden, und genau das passiert ja zuweilen, dann muss man halt einfach darauf verzichten den Blogartikel auch bei Google+ einzukippen. Das ist ja im Grunde auch nicht nötig, denn Follower von G+ haben ja zumeist auch einen RSS-Reader über den sie Informationen zu neuen Blogbeiträgen beziehen. Finden sie jedoch den Artikel schon als Teaser bei G+, wird schnell auch dort kommentiert. Und somit werden letztlich keine Kommentare gekillt, sondern lediglich über die Plattformen verteilt. Und das ist dann tatsächlich schade, denn so kann in der Tat manch Konversation unter Kommentatoren verhindert werden. Und das man seine Blogartikel nicht in kommentarfähigen Netzwerken „bewerben“ muss, hast Du ja selbst durch Deinen Weggang vom Facebook bemerkt.

    Probier es einfach mal aus: Nimm Google+ mal eine zeitlang konsequent als reine Präsentation Deiner selbst, ohne Links und Hinweise auf Blogartikel. Ich wage mal zu behaupten das es dennoch keinen Trafficeinbruch im Blog geben wird. Dafür aber, so es denn konsequent genutzt wird, interessante Konversationen zu anderen, privateren Themen bei Google+.

  • Ich sehe das nicht ganz so „negativ“ wie du. Für die Qualität und Quantität von Kommentaren im Eigene Blog ist man immer noch selbst verantwortlich und nicht die sozialen Netzwerke. Wenn ein Artikel den Leser dazu reizt einen Kommentar zu hinterlassen, geschieht dies unabhängig von sozialen Netzwerken. Im Webstandard-Blog gibt es seit Bestehen der relevanten sozialen Netzwerke nicht weniger Kommentare, im Gegenteil. Und das hat nichts mit gestiegenen Zugriffen zu tun, die sind in etwa gleichbleibend, sondern mit dem Anreiz etwas zu einem Thema schreiben zu wollen. Diejenigen die nur einen „Follow-Backlink“ abfassen wollen, lasse ich hier einmal außen vor ;o)

  • Kann dem nur zustimmen. Ich werde Facebook zum 31.12.2011 auch verlassen, Gründe – gibt es zu viele. Und ich muss mich Deiner Meinung anschließen, das es keinen Traffic Einbruch gab. Nein, seitdem ich mehr mit Twitter arbeite ist der Traffic sogar gestiegen.

    Google + ist nur deshalb in meinen Augen für mich interessant, weil ich fast jedes Produkt von Google nutze, warum dann nicht auch Google + und bis dato nur gute Erfahrungen. „Kommentare werden in den Blogs immer weniger“, das stimmt – ist bei mir auch zu spüren, aber dennoch lasse ich mich nicht unterkriegen, meinen Meinung und meine Person weiter zu forcieren. Und noch mal an alle – wenn ich euch irgendwie mit irgendwas unterstützen kann, einfach melden. Wir Blogger müssen zusammen halten.

  • @Schrottie
    Ich sehe die Sozialen Netzwerke weiterhin als Traffic Lieferant und das ist in meinen Statistiken eindeutig zu erkennen. Das du deine Privaten Sachen rausgenommen hast,
    ist vollkommen ok und verstehe ich ohne nachfrage. Doch wiedersprichst du dir da ein wenig. Erst das Private lassen und dann schreibst du „interessante Konversationen zu anderen, privateren Themen“.
    Ich glaube hier liegt ein Verständnisproblem vor. Privat heisst für mich Freunde und Familie. Alles andere was ich ausserhalb des Blogs poste passt natürlich auch locker in G+ oder Twitter rein.
    Meine Artikel stelle ich mit einem Link in den Stream und das wars dann auch. Wenn die G+ User meinen Feed denn haben ist es wie du sagst. Sie kommen bei interesse vorbei und lesen auch. Es
    stellt sich jedoch immer noch die Frage warum sollte ich dann G+ nutzen wenn es mir nichts bringt? Traffic kommt bei mir durch den Post und die Masse kommt von Twitter. Nur weichen wir Blogger von unserer Linie ab
    und posten lieber in den Portalen? Wieviel Zeit verbringst du dort und ärgerst du dich nicht ab und an darüber, das du statt dessen hättest einen Artikel schreiben können?
    @Heiko
    Ich sehe es nicht ganz Negativ Heiko, sondern stelle mir einfach nur die Frage welchen Sinn es hat und was es einem/mir bringt dort meine Zeit zu verbringen. Jeder Artikel ist dafür verantwortlich, da bin ich ganz bei dir.
    Gute Artikel und alles passt, dann hast du auch gute Kommentare. Das erreichen eines guten Ranking in den Sumas erhöht natürlich deine Leserschaft und dadurch Kommentare etc.. alles kein Thema.
    Was passiert wenn du deinen Artikel teilst? Kommen dort die ersten Reaktionen oder auf dem Blog? Wieviele Kommentare hasst du bei G+ und wieviele zu deinem Artikel direkt? Dein Artikel steht für „ewig“ ohne einen Kommentar,
    doch ist es die Bequemlichkeit der Kreise, die es sich einfach macht zu antworten? Der Stream hat nur eine kurze Lebenszeit für alle die große Kreise haben oder?
    @Mirko
    Hey dann gehörst du ja auch zu einem „Gesichtslosen“ ohne Faceebook. Deine Gründe kann man sicher schnell nachvollziehen und brauchen sicher nicht diskkutiert werden, da bin ich bei dir.
    Deine Meinung zu Twitter teile ich schon sehr lange, sobald es einen Artikel gibt oder einen kurzen Tweet sehe ich auch meine Zugriffe wachsen. Ich nutze G+ auch weil es immer noch die Macht ist mit Google zu sein, anstatt sich
    dagegen aufzubauen. Es ist auch eine gute Plattform, nur möchte ich den größtmöglichen Nutzen haben. Nicht nur für meinen Blog, sondern auch für Informationen usw.
    Es gibt Dinge die wird man nie Vertstehen. Mein Anspruch ist da vielleicht auch zu Hoch aber ich möchte wenn es geht alles Vertstehen umm es auch umzusetzen. Kommentare werden weniger und ist dafür das soziale Netzwerk zuständig oder liegt es
    an etwas anderem? Erst wenn wir verstehen woran es liegt können wir etwas dagegen oder dafür unternehmen. Zum forcieren deiner Meinung und deiner Person gehört eine Präsenz in den Portalen dazu. Hierfür sehe ich sogar ein absolutes Muss dabei zu sein.

    @all
    Bekommen wir es in einen Einklang beides zu vereinigen? Netzwerke gegen Zeit die uns zu Verfügung steht und dabei allen gerecht zu werden?

  • Sehr schöner Artikel !! Allerdings stimme ich nicht überein, dass alle ambitionierten Blogger mal von ihrem Blog leben wiollten. Ich halte mich schon für ambitioniert, hatte aber nie das Ziel, vom Bloggen zu leben. Ganz im Gegenteil, hatte immer etwas dagegen, Werbung einzubauen. Habe nun mal seit Blogstart einen Versuch mit Adsense gemacht, um mal zu schauen ob ein Teil der Serverkosten gedeckt werden kann. Schwachsinn ! Heute klickt kein Mensch mehr auf Werbung, ganz zu schweigen von den AdBlock-Nutzern.

    Bei deinem Fazit stimme ich dir zu. Habe leider das Gefühl, dass es kaum neue Blogger gibt. Sehr schade.

    Ps. THX fürs Erwähnen. Tracki ist nicht angekommen. Trags einfach manuell ein.

  • Hallo Rio,
    musste deinen Kommentar auch aus dem Spam fischen . Mal wieder absolut komisch. Danke das der Artikel dir auch gefällt und egal ob der TB angekommen ist oder nicht. Manuell ist nicht nötig 😉
    Wollte dir ja nur zeigen, dass ich meinen Artikel auch dazu verfasst habe.

    Ok du hast vollkommen Recht nicht jeder der Bloggt will damit Geld verdienen oder davon leben. Das Klickverhalten ist ja nicht nur bei Werbung so, sondern auch bei den Sozial Diensten.
    Mein Blog ist auf der Main auch inzwischen Werbefrei „dazu kommt noch ein Artikel“ und ich werde nur noch in den Artikeln vereinzelnt Wernung einbinden.

    Gegen das Blogsterben müssen wir was machen und ich werde einen Punkt auf meiner Liste wieder aufnehmen. Du wirst sehen es geht auch noch so wie Früher.

  • Na, da bin ich mal gespannt 🙂

    Ich habe Adsense nun aus meinem Blog wieder entfernt.

    BTW. Rio gibts nicht mehr

  • Hallo Dangerblood,
    habs verstanden 🙂
    Naja früher war es schöner und einfacher alles irgendwie. Wie ich schon ab und an in den Artikeln
    geschrieben habe. Einen Schritt zurück ist meist auch ein Schritt nach vorn und ich weiss noch wie ich angefangen habe..

  • Du kannst aber auch gern Mario, Danger oder Dangie sagen 😀

    Jap, früher war es definitiv schöner ! Schaun wir mal 😉

  • Mario ist cool und das werde ich nehmen … 1, 2 deins 🙂

    Genau schauen wir einfach mal was wir so bewegen können..

  • Interessanter Artikel. Mir haben die sozialen Netzwerke wie Facebook mehr nutzen als Schaden gebracht. Zwar habe ich das Gefühl, dass weniger Menschen direkt auf meiner Seite Kommentare abgeben, aber dafür schickt mir beispielsweise FB eine große Menge an Traffic.

    Für mich als Blogger sind die SNs also ein Segen.

  • Mir ist ein Kommentar am Tag wichtiger als 1000 nicht kommentierende Besucher am Tag. Ich blogge um den Austausch mit meinen Lesern zu haben, da pfeiff ich auf den Traffic.

  • Hallo Mario,
    ich lese aber auch gerne 1000 Kommentare 😉
    Nein die Qualität ist ein starker Faktor. Doch Besucher steigern wiederum das Ranking bei
    Google und ist deswegen auch ein sehr wichtiger Faktor.

    Hallo Ben,
    wenn es bei dir so ist und du mit dem Traffic zufrieden bist, ist das OK. Doch Kommentare sind starke Content bringer. Was man nicht unterschätzen sollte.

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